Dillier Monika

23. September bis 15. Oktober 2006
Dillier Monika___Meine Chinesin

Iris Beatrice Baumann, Monika Dillier, Martina Gmür, Fränzi Madörin, Muda Mathis, Barbara Naegelin, Chris Regn, Andrea Saemann, Maria Magdalena Z’Graggen, Sus Zwick

Seit 1998 beschäftigt sich eine lose Gruppe von Künstlerinnen, Vermittlerinnen und Theoretikerinnen mit künstlerischen Strategien. Dabei sind reflexive und kunstkritische Fragen genauso von Bedeutung wie gemeinsame Projekte. Die Welt – insbesondere die gemeinsame – muss täglich neu erfunden werden, ganz im Sinne von relax (Chiarenza/Hauser&Co): „Allein denken ist kriminell. Bildet Banden.“ Vieles ist in der bald 10-jährigen Zusammenarbeit entstanden, einiges davon auch für die Öffentlichkeit sichtbar:
1998 führte dies zur Drucklegung vom „1. Manifest für grosse und angesehene Künstlerinnen“, 1999 zur Realisation des „internationalen Kongresses für künstlerische Strategien“, 2004 zur Aufnahme der „Tischgespräche“, lose, monatliche Fachgespräche unter Kunstschaffenden, welche mitunter zu künstlerischen Eingriffen, Initiativen und performativen Ereignissen führten wie „Songs“, Basel, „Meisterwerke“, Hamburg oder „Hausgeschichten“, Basel.


Im o.T. Raum für aktuelle Kunst in Luzern präsentiert sich die Gruppe einer interessierten Öffentlichkeit das erste Mal in einer gemeinsamen Ausstellung.

Die Mitglieder der Gruppe nutzen die Einladung, um im Ausstellungsraum ihre eigenen Arbeiten zu präsentieren. Gleichzeitig planen sie aber, ihre unterschiedlichen Positionen in der Ausstellung mittels einer multimedialen Show miteinander in Verbindung zu bringen und Zusammenhänge untereinander sichtbar werden zu lassen. Dabei suchen die Künstlerinnen nicht das Spektakel, sondern eine subtile Darstellung von Abläufen, heimlichen Verwandtschaften, überraschenden Konfrontationen. Die Ausstellung ist angelegt als empirisches Nachdenken über das Format der Gruppenausstellung, als experimentelle und unterhaltende Suche nach dem Ort des Einzelnen im Zusammenhang.